Tag 1: 7.11.25
Victor machte Frühstück für uns alle; es gab Rührei und Tostadas. Danach gingen wir zusammen ins Zentrum, da Tiana noch ein ganz spezielles Kabel brauchte. Wir gingen zuerst in einen Laden, von dem wir dachten, dass sie es haben könnten. Die Leute dort sagten uns jedoch, wir sollten im Oxxo nachschauen. Also gingen wir zum Oxxo, aber dort gab es das Kabel ebenfalls nicht.
Also machten wir uns weiter auf den Weg ins Zentrum. Wir gingen ein wenig durch die Straßen und besichtigten ein paar Sehenswürdigkeiten. Irgendwann kamen wir zu einem Kabel-Laden, der Kabel in jeder Art und Form hatte. Wir wurden schnell fündig, und nach einem kurzen Test, ob es wirklich das richtige war, wurde es gekauft.
Wir liefen noch eine Weile durchs Zentrum. Mir gefiel das Zentrum sehr – es hat einen sehr ruhigen Vibe. Anschließend gingen wir noch etwas essen. Am Abend gingen Victor und ich noch in ein Social, das eher dazu dient, dass alle ein wenig üben können. Es war ganz okay. Als wir zurückkamen, sprachen wir alle noch ein wenig über Gott und die Welt.
Tag 2: 8.11.25
Wir frühstückten wieder alle zusammen. Es gab das gleiche wie am Tag zuvor. Viktor musste heute arbeiten gehen. Er nahm mich mit ins Zentrum und zeigte mir dort noch schnell auf der Karte schöne Orte, die ich gesehen haben sollte. Ich ging durch die verschiedenen Gassen und Straßen und sah an diesem Tag fünf Hochzeiten. Ich suchte mir ein schönes, sonniges Plätzchen, wo ich dann an meinem Buch weiterlesen konnte. Irgendwann hatte ich Hunger, also beschloss ich, mir etwas zu essen zu besorgen. Ich fand schnell eine Taquería. Ja, sie war sehr günstig, dementsprechend war auch das Essen. Es war sehr gut, aber die Portionen waren sehr klein. Viktor schrieb mir genau in dem Moment, dass er jetzt essen geht und dann noch ein wenig arbeiten muss, mich aber dann abholt, wo auch immer ich dann bin.
Nach dem Essen ging ich zum Zócalo und schaute den Leuten zu. Es gab ein paar Skater, eine Gruppe, die einen traditionellen Tanz aus Michoacán aufführte, und noch vieles andere zu sehen. Viktor holte mich dann ab und wir gingen nach Hause. Heute entschieden wir uns, auszugehen oder zumindest erstmal in eine Bar, da wir nicht so richtig motiviert waren. Wir endeten dann doch noch in einem Club. Der Club war ganz okay, jedoch war die Location supercool. Der Club befand sich in einem Altbau, was dem ganzen einen Schloss-Vibe verlieh – richtig cool. Wir gingen dann gegen 2 Uhr nach Hause. So endete dieser tag auch schon.
Tag 3: 9.11.25
Zum Frühstück – oder besser gesagt zum Mittagessen – trafen wir zwei Freundinnen von Viktor. Wir gingen in ein Café, tranken etwas und assen ein Croissant. Eine der Mädels erzählte uns dann eine Story, die sie mit einem Typen erlebt hatte, und die war absolut verrückt. Am Ende stellte sich sogar heraus, dass es der Patensohn von dem Typen war, mit dem sie davor etwas hatte – und sie wusste das. Nach der ganzen Geschichte waren wir uns aber alle einig, dass wir eigentlich lieber Tacos essen wollten, also gingen wir zu einem Taco-Stand. Die Tacos waren super lecker.
Wir verabschiedeten uns von den Mädels und Tiana und ich begleiteten Viktor zur Arbeit. Ja, Mexikaner machen nicht immer alles mit viel Sinn dahinter. Zum Beispiel baute einer einige Regale auf, die anderen schon alles vorbereitet (Die Regalbretter mussten zugeschnitten werden). Doch anstatt die Regalböden zu beschriften, machte man lieber ein Puzzle daraus. Sie wissen auf jeden Fall, wie man beschäftigt bleibt. Zur Erklärung, warum neue Regale aufgebaut wurden: Sie waren gerade in den letzten Zügen, einen neuen Laden zu eröffnen. Was natürlich wieder fragwürdig ist, warum man einen Laden direkt neben dem eigenen eröffnet, aber ich glaube, das muss man nicht verstehen.
Wir halfen dann, einige Sachen von dem einen Geschäft ins andere zu bringen – natürlich ohne dass klar war, was wohin gehört. Die Familie von Viktor war sehr nett und am Ende gab es sogar für alle etwas zu essen. Danach war für Tiana und mich Schluss, da wir dann eigentlich nur noch im Weg standen. Zurück zu Hause schrieb ich noch ein wenig an meinem Blog. Irgendwann hieß es dann, dass Viktor nach Hause kommt und uns noch etwas zu essen mitbringt, wenn wir wollen. Natürlich hatten wir wieder Hunger.
Heute waren wir alle zu müde, um noch etwas zu unternehmen, also chillten wir einfach zu Hause. Irgendwann gingen wir schlafen oder machten uns zumindest schon mal das Bett fertig. Die Nachbarn feierten jedoch Geburtstag, also sprachen Viktor und ich noch über Lärmbelästigung und die Unterschiede in unseren Ländern. Wir kamen dann auf die lustige Idee, einfach mal auf den Boden zu klopfen, und die Nachbarn klopften zurück – haha, es war sehr lustig. Schlussendlich gingen wir dann endlich schlafen.
Tag 4: 10.11.25
Wie jeden Tag frühstückten wir alle zusammen. Viktor musste wie immer wieder arbeiten gehen, ich entschied mich dafür, zu Hause zu bleiben und meine Reise weiter zu planen. Ich schrieb ein wenig an meinem Blog und machte mir einige Gedanken.
Eigentlich war mein Plan, nach Morelia nach Mexiko-Stadt zu reisen, dann weiter nach Puebla, Oaxaca und anschließend nach Huatulco zu Melina zu gehen. Jedoch hatte Melina in der Woche, in der ich geplant hatte dort zu sein, noch keine Zeit, erst in der darauffolgenden Woche. Daher musste ich meine Pläne ändern.
Ich wollte dieses Mal eigentlich nicht nach Puerto gehen, damit ich einfach mal etwas anderes sehe und nicht immer am gleichen Ort feststecke. Klar wollte ich meine Freunde sehen, vor allem da Enrique wieder in Puerto war. Nach langem Überlegen war ich mir immer noch nicht sicher, fand dann aber, dass es das Beste ist, meine beiden Pläne erst einmal ruhen zu lassen und ein oder zwei Nächte darüber zu schlafen.
Heute reiste Tiana ab, daher gingen wir noch einmal gemeinsam essen und brachten sie anschließend zum Flughafen. Auf dem Heimweg stoppten wir noch in einer Taquería, da mir das Essen davor nicht geschmeckt hatte (hab dort nichts gegessen). Zu Hause angekommen machten wir uns fertig für eine Tanzklasse.
Wir fuhren in ein etwas abgelegenes Viertel (ein Viertel, in dem Leute mit Geld wohnen). Dort angekommen hatten wir eine Stunde Bachata-Unterricht und anschließend eine Salsa-Klasse. Beide waren super gut, aber bei der Bachata-Klasse merkte ich schnell, dass sie immer dort weitermachten, wo sie das letzte Mal aufgehört hatten. Daher war es für mich ab und zu etwas zu kompliziert, die Schritte genau zu machen, aber das ist okay. Man muss auch sagen, dass man eigentlich nicht einfach so in die Klasse dazustoßen kann, aber da Viktor gefragt hatte, war es in Ordnung.
Nach der Tanzklasse gingen wir nach Hause, sprachen noch ein wenig miteinander, bis wir beide müde waren.
Tag 5: 11.11.25
Heute stellte Viktor am Morgen fest, dass das Gas leer war. Gott sei Dank hat sein Herd ein Feld, das elektrisch funktioniert. So konnten wir unser tägliches Frühstück trotzdem zubereiten. Da heute seine Putzfrau kam, entschied ich mich, noch einmal ins Zentrum zu gehen.
Wir wollten jedoch zuerst auf das Gas warten, da wir dachten, dass es nicht lange dauern würde. Allerdings gab es in den letzten Tagen Probleme mit den Gaslieferungen, weshalb an diesem Tag besonders viel Gas gebraucht wurde. Wir hatten große Hoffnung, als wir den Gaswagen sahen, doch er kam nicht. Also gingen wir los, ohne Gas empfangen zu haben. Was dann seine Putzfrau machte.
Viktor und ich spazierten noch ein wenig gemeinsam durch das Zentrum und machten ein Erinnerungsfoto. Danach ging er zur Arbeit und ich genoss die Zeit im Park und im Zentrum. Abends holte mich Viktor dann wieder im Park ab.
Wir gingen nach Hause und genossen noch den letzten Abend gemeinsam. Ich musste dann jedoch noch meine Sachen packen, damit ich am Morgen keinen Stress hatte, da mein Bus um 9 Uhr fuhr.
Tag 6: 12.11.25
Natürlich gab es auch heute unser traditionelles Frühstück. Victor brachte mich dann zum Bus – oder besser gesagt zum Auto. Die Fahrt war okay, aber sehr eng. Was wir, glaube ich, alle nicht erwartet hatten, war, dass wir mit einem Auto fahren würden, das nur sieben Plätze hatte. Victor und ich machten zuvor noch Witze darüber.
Nun gut, wir kamen dann trotz des wenigen Platzes alle heil in Mexiko-Stadt an, und ich ging anschließend zu meinem Hostel. Abends traf ich mich noch mit Alexis, um gemeinsam essen zu gehen, da er wegen der Arbeit gerade in der Stadt war. Nach dem Essen ging ich dann noch ins Social im Busan-Restaurant. Ich hatte Spaß beim Tanzen, ging aber nicht allzu spät zurück, da ich doch eher müde war.
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